Frau Obener (76) ist seit einem Oberschenkelhalsbruch vor zwei Jahren nicht mehr so beweglich wie früher. Vor allem beim Baden und Duschen hat sie Mühe. Kürzlich ist sie im Bad gefallen, hat sich aber glücklicherweise nicht weh getan. Eine Freundin rät ihr, den Pflegedienst anzurufen. Dieser ist schon wenige Tage später zu einem Erstgespräch bei ihr. Man bespricht, wie man Frau Obener helfen kann, möglichst lange selbstständig in der eigenen Wohnung zu bleiben. Zunächst wird einmal in der Woche eine Mitarbeiterin vorbeischauen um beim Baden zu helfen. Im Erstgespräch fällt auf, dass die Wohnung einige Risiken birgt, erneut zu stürzen. Ein paar Kleinigkeiten können rasch geändert werden. Die Wohnung wird sicherer. Um das Baden zu erleichtern, rät der Pflegedienst, dass Frau Obener sich von ihrem Hausarzt einen Badewannenlifter verordnen lässt. Der Pflegedienst kümmert sich um die Koordination mit dem Sanitätshaus, in dem Frau Obener schon lange Kundin ist.
Zwei Jahre später kommt Frau Obener mit einer unklaren Diagose ins Krankenhaus. Es geht ihr zwar bald wieder etwas besser, aber die Kräfte reichen nicht. Der Pflegedienst besucht sie auf ihren Wunsch hin schon im Krankenhaus und bespricht, welche Hilfen sich für die ersten Wochen nach dem Krankenhausaufenthalt anbieten. Es wird ein Menüservice beauftragt, täglich eine warme Mahlzeit zu liefern. An jedem Morgen kommt eine Mitarbeiterin und hilft beim Ankleiden. Abends wird der Blutzuckerspiegel gemessen und die Medikamentengabe für den nächsten Tag vorbereitet. Der Pflegedienst bespricht die Werte regelmäßig mit dem Hausarzt. Frau Obener spart sich regelmäßige Besuche in der Praxis. (Dieser Fall ist fiktiv und beschreibt keine Patientin unseres Pflegedienstes)